Was haben wir mit NANU 2021 vor?

Von Michael Voit (geb. Hartl)
24. Januar 2021

Regelmäßige Artikel, die Lust auf Wandel machen sollen, Ideen, wie wir noch mehr Möglichkeiten und Ansätze für Wandel-Projekte geben könnten, neue Website und Ideen wie Verzeichnisse, Übersichtskarten und Podcasts… Das Jahr 2021 ist nicht mehr ganz frisch – aber es gab schon viel zu planen und konzipieren. Und bei einigem sind wir schon mitten in der Umsetzung. Bei NANU passiert vieles gerade hinter den Kulissen. Sowohl darüber als auch über die Ideen, die wir für 2021 haben, möchte ich Euch heute kurz berichten.

Wir haben ja letztes Jahr als „NANU – Magazin für den Wandel“ einen Neustart unter neuem Namen gewagt. Dieser war, nicht nur weil das Ganze nach wie vor ein rein ehrenamtliches Projekt ist, ein bisserl holprig. Die Corona-Situation, einige von uns beruflich sehr stark eingebunden, mein Umzug vom Südburgenland nach Bayern, und Facebook ärgert uns bis heute.

Aber warum aufgeben, nur weil es mal eine Zeit lang schwerer ist?   ;)

Plan 1 für 2021: Regelmäßig Artikel

Seit dem Neustart haben wir im Schnitt nur 1 bis 2 neue Artikel im Monat veröffentlicht – obwohl wir so einige Ideen haben und Beiträge im Entstehen sind. Das sollen definitiv wieder mehr werden. So bald wie nur möglich möchten wir hier wieder bei einem Artikel pro Woche sein – und ab Mitte des Jahres bei mindestens zwei Artikel pro Woche.

Worüber werden wir auf NANU verstärkt schreiben?

Artikel wird es rund um Wandel-Themen wie Alternative Ökonomie, gelebte Utopien, Bildung, Familien- und Natur-Themen geben. Natürlich auch unserem Vorgängerprojekt „Experiment Selbstversorgung“ entsprechend weiterhin DIY, Selbstversorgung und Landwirtschaft. Das diese Themen oft auch einen inneren Wandel erfordern, begründet diesen Themenbereich, der auch seinen Raum haben wird.

Die Artikel kommen zum größten Teil von Menschen aus der Wandel-Bewegung. Wir von NANU versuchen beim finalen Ausarbeiten und Gestalten behilflich zu sein und stellen die gesamte Plattform zur Verfügung.  Auf NANU stellen wir damit Leuchtturmprojekte und Akteur*innen des Wandels vor, präsentieren und erklären Ansätze für den Wandel und wollen sie „kopierbar machen“.

Was haben wir mit NANU 2021 vor? 1

Zukünftig möchten wir auch regelmäßig Zusammenhänge sichtbar machen und aktuelle Ereignisse kommentieren. Diese Meinungsartikel werden aus unserem Kernteam kommen und werden dazu einladen, über den konkreten Wandel und Utopien nachzudenken, sowie sich mit aktuellen Themen aus einer wandeligen Perspektive heraus zu beschäftigen.

Immer mitbekommen, wenn es neuen Lesestoff gibt

Wir haben dabei nicht den Anspruch, absolute Lösungen zu präsentieren, sondern konstruktive Ideen vorstellen und Utopien mittragen. Es wird nicht den einen Weg oder die eine Lösung geben, sondern es wird für eine schöne, zukunftsfähige Gesellschaft eine große Vielfalt an Wegen, Ideen und Projekten geben. Diese wollen wir mit Euch gemeinsam entdecken.

Wer einmal die Woche per E-Mail erfahren will, ob es neue Artikel gibt, kann sich gerne in unseren Artikel-Newsletter eintragen.

Plan 2 für 2021: Neues Design und neue Website

Der zweite konkrete Plan, der sich ebenfalls bereits in der Umsetzung befindet, ist die grafische Neugestaltung und komplette technische Neuentwicklung der Plattform hinter NANU. Die Seite soll optisch schlanker, schöner und einfacher zu benutzen werden und auf der technischen Seite schneller, stabiler und vor allem weniger umweltschädlich. Zum Hintergrund: Für letztes Jahr haben wir 1 Tonne CO2 Produktion durch die Website ausgeglichen, obwohl sie auf einem Server mit 100% erneuerbaren Energien läuft. Jeder Website-Aufruf (generell, nicht nur bei NANU) erzeugt Umweltbelastungen. Und klar, geht hier der größte Teil auf den Hut von Seiten mit vielen großen Bildern und vor allem den Streaming-Anbietern – aber es summiert sich eben auch über kleine Websites.

Seit über 11 Jahren wurde die Website immer nur schrittchenweise weiterentwickelt. Begonnen auf einem Anfänger-Level, was das technische angeht. Und diese mittlerweile veraltete und nicht effiziente technische Basis ist eben nach wie vor der Grundstock des Ganzen. Mit Sebastian ist letztes Jahr nun endlich ein genialer Webentwickler mit an Bord, der mit mir das Ganze viel umfassender angeht und die komplette Seite neu aufsetzt.

Jetzt NANU-Mitglied werden!

Du unterstütz damit dieses auf positive Ansätze ausgerichtete Projekt einer Gruppe von Akteur*innen des Wandels, die es lieben, Artikel, Podcasts und Videos rund um Wandel-Themen zu produzieren. Lasst uns gemeinsam ein Sprachrohr aufbauen für Ideen, Projekte und Menschen, die den Wandel vorwärtsbringen.

Mehr erfahren

Was wird die technische Überarbeitung von NANU bringen?

Dabei soll also die Website neben dem neuen Design (das Dank Barbara genial geworden ist – siehe oben!) im ersten Schritt deutlich energieeffizienter werden. Dies wird über moderne (und teils schon länger verfügbare) Webtechnologien passieren und durch eine technische Reduktion auf das Nötige.

Wirklich spannend wird es dann im zweiten Schritt, bei dem wir einen „low impact mode“ oder „eco mode“ einführen wollen. Also eine freiwillige Option, mit der Leser*innen hier auf NANU deutlich Energie bei ihrem Besuch einsparen können. Dies wird die Website anders aussehen lassen – aber dabei keine Inhalte vorenthalten. Wir werden dabei einerseits die Menge an Daten deutlich reduzieren, die übertragen werden müssen, andererseits den Energiebedarf des Gerätes, auf dem die Seite angezeigt wird, so niedrig wie möglich halten. Spannende Sache – die wir gerne dann mal ausführlicher vorstellen.

Plan 3 für 2021: Übersicht Wandel-Projekte

Der dritte konkrete Plan für 2021, den ich auf jeden Fall angehen möchte, ist eine Übersicht über Wandel-Projekte. Also nicht, wo es welches Projekt gibt (zu einer solchen „Karte“ kommen wir im nächsten Punkt), sondern eine gute Übersicht, welche Arten von Wandel-Projekten und Ideen es gibt. Also „Repair-Café“, „Solidarische Landwirtschaft“, „Car-Sharing“, „Kleidertausch“ und so weiter.

Damit soll es einfacher für Menschen werden, eine Übersicht über die Möglichkeiten zu bekommen, selbst mit dem Wandel zu beginnen und ihn damit auch gesellschaftlich vorwärts zu bringen. Kurze Erläuterungen und weiterführende Links werden helfen, dass Wandel-Interessierte schnell einen Weg finden, mit dem sie ins Tun kommen können – und zwar jetzt und heute.  :)

Diese Übersicht soll einfach zugänglich sein und über eine umfangreiche Sortierfunktion helfen, passendes zu finden.

Plan 4 für 2021: Zumindest wieder ein Sommercamp!

Ob das so wird wie bisherige oder ein bisserl anders – und auch wo es sein wird – das alles werden wir sehen… Wir wissen es nämlich einfach noch nicht.

Aber dass es kommen wird, soll hier einfach schon erwähnt sein! Mit Garantie erfährst Du über den Veranstaltungs-Newsletter alles dazu, wenn es so weit ist.

Idee 1: Eine Karte für Wandel-Projekte

Nun folgen noch zwei Ideen, von denen ich aber noch nicht weiß, ob wir die Zeit finden werden, diese auch umzusetzen.

Einmal wäre für die vorherige Idee – also die Übersicht, welche Wandel-Projekt-Arten es gibt – eine Karte toll, auf der ich nachsehen kann, welche dieser Projekte es in meiner Gegend gibt. Hier gibt es bereits die „Karte von Morgen“ und vielleicht, denke ich immer wieder, werden wir diese einfach verlinken oder auf NANU einbinden.

Ich hatte allerdings mit den Menschen hinter der Karte von Morgen bereits mehrfach Kontakt und wir haben dann doch in einigen Punkten sehr unterschiedliche Vorstellungen. Daher kommt doch seit fünf, sechs Jahren immer wieder die Idee hoch, dass ich das doch gerne anders umsetzen würde. Das werden wir uns einfach mit allen, die diese Idee gemeinsam in ein konkretes Projekt umsetzen werden, sobald es so weit ist genauer ansehen und diskutieren. Und auch die Menschen hinter der Karte von Morgen sind sehr willkommen, hier erneut in den Austausch zu gehen.

Idee 2: NANU zum Anhören!

Foto eines Studiomikrofons, das aussieht, als stünde es seit den 70er Jahren vor dem genauso alten Studioschild
Sollten wir tatsächlich einen Podcast starten, heißt es wohl, ein Mikrofon anzuschaffen… (Foto: János Balázs / flickr.com)

Da ich früher Radio gemacht habe und mir das irrsinnig Freude macht, überlege ich immer wieder, ob wir von NANU nicht auch einen Podcast machen sollten. Neben mir hat aus dem Kern-Team auch Tobi große Lust dazu. Langjährige Leser*innen mögen sich erinnern, dass diese Idee definitiv nicht neu ist – ich habe darüber schon in einem Artikel vor über sieben Jahren laut nachgedacht.

In einem Audio-Podcast (vielleicht auch mit Video-Version) könnten wir in einer ganz anderen Weise als im geschriebenen Wort Meinungen und Ideen präsentieren, Motivation und Ideen diskutieren, sowie in Interviews Menschen und Projekte vorstellen.

Für all das brauchen wir Eure Unterstützung

Wir brauchen in allererster Linie Euer Feedback in den Kommentaren. Zu diesem Artikel und zu jedem anderen Artikel, der erscheint. Mögt ihr den Stil? Bringt Euch der Artikel etwas? Welche neuen Fragen stellen sich Euch jetzt oder sind nach wie vor offen? Welche Aspekte haben wir vergessen? Was könnt ihr konkret mitnehmen und wie werdet ihr ins Tun kommen? All das hilft uns, besser zu werden und uns zu motivieren!

Es ist super, wenn ihr Artikel, die Euch geholfen haben oder die Euch inspirieren, mit anderen teilt – per E-Mail, Messenger oder Social Media.

Geld verändert die Welt…

…und kann dies zum Schlechten oder zum Guten tun. Klar ist es mein Traum, ausschließlich für NANU zu arbeiten und diesem Projekt meine ganze Zeit zu widmen. NANU weiter auszubauen zu einem lebendigen, multimedialen Wandel-Magazin, zu einem Wandel-Netzwerk, bis hin zu Online-Angeboten, die neuen Wandel-Akteur*innen Wissen und Tools zur Verfügung stellen. Und die ganz große Vision wäre, dass über NANU möglich wird, dass Gemeinden, Städte und neue bottom-up-Wandel-Projekte durch ein erfahrenes Team über Telefon und Internet, aber eben auch persönlich vor Ort Unterstützung und Wissenstransfer für den Aufbau von Wandel-Projekten bekommen.

Dazu bräuchten wir vier, fünf Menschen, die als Kern-Team hinter NANU stehen, ein höheres Budget als die knapp 100 Euro, die wir derzeit monatlich zur Verfügung haben. Daher meine ganz simple Frage heute: Wer kennt Menschen, die sich mit Förderungen, Stiftungen, etc. auskennen und NANU und unsere Vision unterstützenswert finden könnte?

Und ja, jede einzelne Unterstützung, egal wie hoch, hilft natürlich, ein Budget zu erzeugen. Mehr dazu erfährst Du auf unserer laufenden Crowdfunding-Seite.

Welcher der Pläne oder welche der Ideen aus dem Artikel spricht Dich an? Was geht Dir jetzt gerade durch den Kopf? Ab in die Kommentare damit!

7 Gedanken über “Was haben wir mit NANU 2021 vor?

  1. Holger

    Hallo Michael, ich finde die neue Seite sehr gut und auch dass du deine Gedanken immer ausführlich beschreibst, wie hier die neuen Ziele für 2021.
    Ich folge euch schon seit einigen Jahren und bin euch damals gefolgt, weil viele konkrete Dinge beschrieben wurden. Wie bspw. die Rezepte und DIY-Ideen von Lisa, sowie die häufigen interessanten Artikel.
    Seit dem ist es aber an konkreten Ideen ruhig geworden. Von daher tue ich mich schwer damit euren häufigen Aufrufen für eine finanzielle Unterstützung zu folgen. Natürlich sehe ich, dass ihr Kosten habt und die Arbeit soll ja auch anerkannt werden. Neben den vielen Projekten im Internet, welche man finanziell fördern kann, würde ich aber gern erst einmal sehen, was ihr damit macht ;)

    Alles Gute für 2021.
    VG, Holger

    1. Michael Voit (geb. Hartl) Beitrags Autor

      Hallo Holger,

      vielen Dank für das Lob. Was wir machen, kann man ja seit bald 12 Jahren sehen. Mit aktiveren und weniger aktiven Phasen und auch einer langsamen Änderung des Schwerpunkts – aber im Prinzip ist die Seite immer gleich geblieben: Wir versuchen, alternativen Lebensmodellen, Wandelprojekten und Ideen für ein gutes Morgen Raum und Platz und Ausdrucksmöglichkeiten zu bieten.

      Spannend für mich, dass Du das Gefühl hast, dass wir häufig nach finanzieller Unterstützung fragen. Andere Projekte haben Pay-Walls, sind zugepflastert mit Werbung oder versuchen sonst wie das Geld und die Zeit, die sie investieren, zumidnest retour zu bekommen. Was ich absolut verständlich finde! Ich versuche trotzdem seit Beginn des Projektes, das im Hintergrund zu halten. Das wir seit Kurzem nun doch in den Newslettern und in jedem Artikel automatisch den Aufruf zur finanziellen Unterstützung einbinden liegt einfach daran, dass das Projekt eine stabile Zukunft haben soll, anstatt irgendwann ganz einzuschlafen oder offline zu gehen. Aber vielleicht beisst sich da ja die Katze in den Schwanz – denn erst müssen wir noch länger zeigen, was wir machen würden, wenn wir uns nicht nur als Hobby, sondern richtig konzentriert um dieses Projekt kümmern könnten…

      Dir auch alles Gute für 2021.

  2. Eduard

    Ich finde ja immernoch, dass wenn es um Wandel geht, es eine klare direkte innerliche Komponente braucht. Etwas Öko-spirituelles sozusagen. Zuerst muss innerlich etwas passieren, bevor es äußerlich wirklich zu einem Wandel kommt. Das Greifbarste in dieser Richtung wäre wohl Yoga, dass durch den zeitgenössischen ind. Meister Sadhguru gerade auf globaler Ebene wiederbelebt wird. Aber auch Meditation, Kontemplation, so etwas.
    Ich meine, einer rein ökologischen Ausrichtung fehlt etwas. Es geht hier im Grunde um Verbundenheit, oder Bewusstheit. Um diese zu fördern und zu entwickeln, bedarf es konkreter regelmäßiger Übungen.

    1. Michael Voit (geb. Hartl) Beitrags Autor

      Hallo Eduard,

      ja, einen inneren Wandel braucht es wie den äußeren, das denke ich auch. Daher wird es zukünftig auch immer wieder auch etwas zu innerem Wandel geben. Ich denke nur nicht, dass der innere die Voraussetzung für den äußeren ist oder anders herum. Der Wandel – was auch immer wir da im Detail darunter verstehen wollen, ist ja nicht eine schlagartige Änderung von einem Moment auf den nächsten, sondern ein Prozess. Und in dem gibt es aus meiner Erfahrung einfach laufende Wechselwirkungen zwischen innen und außen.

  3. Reinhard Amminger

    Was ich besonders wichtig finde, ist die Förderung von Biodiversität, d.h. der Schutz und das Vermehren von Lebensräumen von verschiedensten Pflanzen, Mikroorganismen, Insekten und allen Lebewesen in diesen Naturkreisläufen. Da kann jede/r was tun in seinem eigenen Lebensbereich. Grünflächen nicht mähen, kompostieren, Wasserläufe nicht regulieren, Bäume und Sträucher pflanzen, nicht fällen und Lebensraum schaffen für ALLE Lebewesen in der Natur. Um hier aber wirklich einen Wandel zu fördern, müsste man Gemeinden und Städte für diese Idee gewinnen. Denn vor allem Städte und Gemeinden zerstören einen Großteil der Lebensräume für die Förderung und den Erhalt von Biodiversität. Vor allem damit, was man NICHT tun sollte müsste den Kommunen klar gemacht werden. Das braucht viel Überzeugungsarbeit und viel Energie.

  4. Timo

    Hallo Michael,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich habe euch vor kurzem entdeckt und bin sehr angetan von euren ganzen Informationen rund um das Thema Selbstversorgung. Umso mehr freut es mich, dass ihr nun wieder aktiver sein wollt auf eurem Blog und ich persönlich als auditiver Mensch würde mich wirklich sehr über einen Podcast freuen :)
    Alles Gute.
    Gruß Timo

  5. Elif

    Hallo
    Was ich denke, das meine ich. Ich denke, dass wir Menschen sehr gut vernetzt sind. Das war bisher immer unsere Stärke. Gleichzeitig macht es uns gegen ein Virus sehr verletzbar. Ich sage nicht, dass wir allein leben. Gleichzeitig können wir unseren Blickwinkel auf andere Wesen wie Bäume, Tiere, Wasser, Luft usw. hinrichten. Wie kommunizieren wir mit Tieren oder Pflanzen? Gibt es Ansätze da? Solche Fragen können wir uns gerade jetzt stellen.

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