Selbstgemachter Naturkleber

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Von Lisa Pfleger
12. November 2015

Ein Kleber für die Etiketten deiner Marmeladegläser? Nichts leichter als das!

Vor ein paar Jahren bin ich schon mal auf diesen Kleber gestoßen. Weil ich seit dem aber einfach meine alten Schulkleber aufbrauchen wollte, hab ich es nicht mehr gebraucht. Bis vor kurzem! Als ich Apfelmus gekocht habe und den blöden Kleber einfach nicht finden konnte. Naja, der Kleber kann wohl nix dafür. Eher meine Unordnung :)

Sofort erinnerte ich mich aber an den selbst gemachten Naturkleber! Ich wusste sogar noch, wo ich das Rezept suchen musste. Ich hatte es damals auf einer Kinderbastelseite gefunden.

Wenige Zutaten

Alles was du dazu brauchst, hast du bereits im Küchenschrank! Versprochen! :)

Zutaten:

  • 2 EL Mehl
  • 1/2 Tasse kaltes Wasser
  • 1 Tasse heißes Wasser
  • 1 EL Zucker

Das Mehl mit dem kalten Wasser in einem Topf verrühren. Gib anschließend das heiße Wasser dazu und koche die Masse unter rühren auf. Sie sollte dicklicher werden. Nun den Zucker darin auflösen und den Naturkleber abkühlen lassen. Fertig!

Fertiger Naturkleber im Glas.

Naturkleber fürs Marmeladenglas

Klebt prima! Zumindest Papier auf Glas. Was anderes habe ich noch gar nicht probiert. Aber wäre einen Versuch wert ;)

Was ich auch so super finde: Wenn man die Gläser später wieder spült, löst sich das Etikett extrem einfach ab! Heißes Wasser und there you go..

Und du?

Probiers aus! Kennst du noch andere Rezepte? Hast du versucht mit diesem Kleber etwas anderes zu kleben? Bin gespannt :)

Etiketten, die sich nicht ablösen?

Du hast manchmal auch das Problem, dass sich Etiketten einfach nicht von einem hübschen Schrauglas ablösen lassen und musstest schon öfter entnervt aufgeben? Manche Kleber sind leider nicht wasserlöslich… Aaaaber, es gibt eine andere Lösung… Lies meinen Artikel über „Widerspenstige Etiketten“ :)

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34 Gedanken über “Selbstgemachter Naturkleber

  1. joehot

    also ich verstehe nicht warum du den unbedingt aufkochst ? ich kenn das nich mit aufkochen … macht den vlt laenger haltbar jedoch kostet es doch recht viel energie … ich mische einfach nur mehl zucker und wasser zusammen das es eine klebrige massen ergibt und dann laesst sich damit jedwede form von papier / pappe kleben …
    so mache ich zb auch sowas wie ‚bretter‘ aus alter pappe – einfach die pappe und die entsprechenden groessen schneiden und die laufrichtung der wellen immer wieder quer zueinander aufeinander kleben und schon hast du ein leichtes stabiles brett aus upcycling material mit dem kleber zusammengestellt . besonder gut eignet sich das zb fuer eine ablage / auflage eine notebooks bei sitzen / liegen das der rechner nicht direkt auf dem schoss sein braucht und extra flaeche noch da ist …

  2. Annika

    Hallo Lisa,
    ich war heute auf der Suche nach einer Idee unsere Weckgläser mit selbstgemachtem Eintopf zu beschriften & freue mich sehr über deinen Post. :)
    Ich wüsste total gern mit wie viel ml Wasser (welcher Tassengröße) der Leim am besten funktioniert.
    Freue mich schon aufs Ausprobieren!
    Viele Grüße, Annika

  3. Eva

    Danke, genau nach sowas habe ich gesucht. Aus meiner Kindheit konnte ich mich noch erinnern, daß die Erzieherinnen immer Kleber aus Mehl machten. Habe aber nie ein sinnvolles Rezept gefunden. Jetzt habe ich eins und nachdem beide Kinder heute noch basteln wollen – perfekt! Werden uns nachher dran machen und Kleber herstellen!

  4. Miri

    Auf der Suche nach dem idealen Kleber für selbstgemachte Etiketten bin ich hier auf Deine Seite gestoßen! Das klingt echt toll, aber bevor ich den ausprobiere, würde ich gerne wissen, wie lange sich der selbstgemachte Kleber im Glas denn hält? Für ein paar Gläser braucht man ja nicht viel davon, und ich fände es dann schon schade, wenn ich den nach ein paar Tagen wegwerfen müßte, weil er schimmelt oder so. Das wäre ja auch nicht wirklich nachhaltig :-(

  5. Sonne

    Huhu,
    vielen Dank für den Artikel. Bin nämlich gerade auf der Suche nach natürlichem, veganem Leim .

    Weil ich das Experiment und die vegane Lebensweise total toll finde, möchte ich auf ein Risiko hinweisen, was mir im Beitrag auffiel.

    Mir sind die Deckel auf den Fotos ins Auge gesprungen. Die Oberflächenlackierung solcher Deckel enthält üblicherweise als Additiv Bisphenol A. Der Deckelring, der quasi nach innen schaut und beim Aufschrauben direkt mit der Glaskante in Kontakt kommt, weil er abdichtet, ist auch nicht ohne. Der enthält PVC und damit einen Batzen Additive. Diese Additive sind krebserregend, legen die zelluläre Veränderung für eine spätere Krebsentwicklung und Fruchtbarkeitsstörungen für Menschen bereits im Mutterleib an, wirken epigenetisch und stehen im Verdacht, Allergien auszulösen. Inzwischen sind diese Giftstoffe überall zu finden, sogar in der entfehrntesten Wildnis. Es wurden Schäden in Sachen Fruchtbarkeit bei wild lebenden Tieren gefunden, die mit den Stoffen in Zusammenhang stehen. Steht z.B. im Kortenkampbericht, der im Auftrag der EU erarbeitet wurde, drinnen. Dass sich solche Erkenntisse nicht politisch durchsetzen ist ein Polit-Krimi für sich.

    Echte Weck-Gläser sollen gesünder sein, weil die Dichtung dort aus Naturkautschuk ist und ohne synthetische Stoffe wie Weichmacher aus dem Kunststoffbereich auskommt. Am besten ist Naturkautschuk, weil der sogar biologisch abbaubar ist. In Weckgläsern kann alles aufbewahrt werden, von Apfelmus bis hin zum veganem Leim.

    Viel Freude und Erfolg weiterhin mit dem Experiment und Blog!

    Liebe Grüße

    Sonne

    1. Sarah

      ich umgehe dieses Problem bei allem, was irgendwie sauer ist, weil sich unter säureeinfluss weichmacher besonders gut aus kunstoff lösen, indem ich einfach ne Lage Frischhaltefolige aus PE zwischen Deckel und Glas reinklemm und deren Enden auf der Oberseite des Deckels mit nem Stückchen Tesa befestige. funktoiniert gut, auch bei längerer Lagerung (eigene erfahrung mit selbstgemachtem cashew-kefir und selbstgemachten obstessigen)

  6. Nicole

    Mit Begeisterung habe ich den Naturkleber ausprobiert und mit den Kindern gekleistert. Hat super funktioniert, die Piñatas sind toll geworden.
    Der Kleber hält sich im Konfiglas ein paar Tage, allerdings haben wir ihn nicht heiss eingefüllt. Es könnte also sein, dass er länger haltbar ist, wenn man ihn heiss in Gläser füllt.

  7. Johannes

    Ehrlich gesagt finde ich Mehl und Zucker als Lebensmittel zu schade, um sie als Leim zu verwenden.

    Ich.habe übrigens weder kaltes noch heißes Wasser in meinem Küchenschrank! :D Und Zucker auch nicht. Und Mehl auch nicht, das mahle ich immer frisch…

    Viele Grüße,
    Johannes

    1. Sarah

      (weizen)mehl und zucker gehören für mich aufgrund ihrer negativen auswirkungen auf unsere gesundheit eh nicht zu den lebensmitteln und hab sie drum ebenfalls nicht zuhause vorrätig. aber für solche zwecke hol ich dann doch mal jeweils ne kleine packung davon. lieber das als lösemittelhaltige industriekleber auf tierknochen- oder erdölbasis.

  8. Hexxmexx

    Gute Idee mit dem Naturkleber – noch einfacher geht es mit purer Milch.
    Man glaubt es nicht, aber es hält und lässt sich später wieder wunderbar ablösen und sogar eventuell nochmal verwenden.
    Einfach das Etikett mit der Rückseite durch Milch ziehen, aufkleben, glatt streichen – fertig!
    LG
    Elli Pirelli hexxmexx

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